…die kleine Dame liebt Bagger – das erwähnte ich – glaube ich -schon einmal. In unserer unmittelbaren Umgebung gibt es auch ein Exemplar, das wir bei unserer täglichen Spazierrunde ebenso wie die Pferde, die Brücken (Steinchen schmeissen) und die Schafherde besuchen müssen. Sie unterscheidet mittlerweile auch schon verschiedene Baggertypen – weiss der Himmel, wie die alle in echt heißen – die Titel der kleinen Dame sind ohnehin viel viel kreativer und herzerwärmender. Dieses Exemplar, das ihre gestern genähte Schürze ziert,  ist ein…

…Ou(w)ei-Bagger… (Ouwei = Elefant) – Die Rüsselassoziation finde ich total nachvollziehbar.

Beim Nähen dachte ich, der Baggerwird ihr Favorit und Oberhit, heute früh erwies sich dann aber die

Birne als der Renner schlechthin. Dabei müsste diese Schürzenseite voller doofer Energie stecken, so wie ich beim Nähen gemotzt und gehadert habe. Von den kleinen Tüddelfehlern und schiefen Nähten abgesehen,  kam dann zum Schluss noch die Vollkatastrophe: Beim Applizieren der  zweiten Birne auf der Rückseite hatte ich nicht bemerkt, dass sich der Träger umgeschlagen und somit gleich mitappliziert hatte…

Nur die bedächtige große Liebe rettete die Schürze aus ihrer Mülleimerversenkung. Ein rigider Schnitt und ab war der Träger. Nun gibt es einen birnengrünen Zweitträger – und das gefällt mir sogar sehr gut… Wie dem auch sei, nach dem allerletzten Stich fand ich dann noch eine Stecknadel IN der Schürze, also zwischen den beiden Lagen – den Tränen nahe wäre untertrieben, doch auch hier wendete die große Liebe alles zum Guten und operierte die Nadel samt Glasknopf liebevoll aus ihrem Versteck…

Im neuen Outfit ging es dann heute zum Einweihungsfest der ebensolchen Nachbarn. Und um gleich noch etwas Erfolgreiches Hinterherzunähen wurden kurzerhand die Hallongrotta

mit einem Wimpelkettchen versehen! Und ich glaube das ist etwas, was süchtig macht…

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Wieder was gelernt…

24. April 2012

…Leinen ist doof für Lampenbezüge – oder?

Unsere neuen Nachbarn haben zum Einweihnungsfest geladen und dem kleinen Nachbarsmädchen soll eine Lampe gemitbringselt werden. Dass ich an fast keiner Susalabim-Stickdatei vorbeikomme habe ich vielleicht schon erwähnt? In diese  bin ich seit den ersten Teasern verliebt – gekauft habe ich sie aus mir unerklärlichen Gründen erst gestern…

… und das Mondkind ist mein ganz besonderer Favorit…

Ein bißchen verwirrt war ich beim…

…Anknipsen…

…mir war die Lichtdurchlässigkeit der Leinnstruktur nicht wirklich bewusst – noch bin ich mir unsicher, ob es mir gefällt, oder ob ich nochmal loslege. Ich lass die Lampe jetzt  bis zum Wochenende bei uns leuchten und wäge ab…

… die Ankunft der Schafe auf der Streuobstwiese ist für uns immer ein untrügliches Frühlingssignal, und selbstverständlich werden sie auf Wunsch der kleinen Dame mehrmals täglich besucht…

…dieses Lamm sah aus der Entfernung aus wie ein kleiner Dinosaurier – ansonsten können wir den kleinen vergnügten Nochnichtganzwollknäulen ewig beim Spielen und Hüpfen zuschauen…

Es gab aber noch weitere Frühlingsboten…

…das Wiesenschaumkraut blüht in Hülle und Fülle…

…die Mirabellenblüten tanzen durch die Luft…

…und das Aprilwetter macht seinem Namen alle Ehre…

Wir haben es mit dem wunderbaren Castorkuchen gefeiert!

…zum ersten Mal in der extra langen Kastenform vom Rügener Flohmarkt!

Der unglaublich fluffige Kuchen stammt aus meinem erklärten Lieblingsbackbuch – egal was ich ausprobiere – jeder Kuchen ergötzt die Geschmacksnerven. Und bei jedem Durchblättern wächst die Lust auf die nächste Kulturelle Landpartie…

Ilka war da…

15. April 2012

…und vor ihrer Ankunft musste endlich noch das eigenHÄNDIG von der kleinen Dame erweiterte…

…Stuhldrama behoben werden. Also endlich den (schon im 12 von 12 im August erwähnten) noch immer original verpackten Discounter – Tacker geschnappt und los! Wenn auch unser beider Finger schmerzten (vor allem vom Raushebeln der alten Tackernadeln aus vier Stühlen), sind die große Liebe und ich doch…

…mit dem Ergebnis mehr als zufrieden!

Mit  Ilka  hatten wir einen sehr schönen Samstagnachmittag (fast ganz ohne Stickmaschine – wenn Ihr Euch an ihren letzten Besuch erinnert…). Abends wurde diese dann doch nochmal angeschmissen, weil die kleine Dame noch…

…ihr Geschenk für den zweiten Kindergeburtstag (von auch einem Folgekind aus der Leeren Wiege) brauchte – zu dem sie  mit der großen Liebe am Sonntag spazierte. Ilka und ich verbrachten den Tag bei einem tollen Seminar, zu dem ich eine Köstlichkeit mitgebracht habe, die ich hier schon lange einmal verbreiten wollte:

SENSATIONELLE

CASHEWBUTTER!

Dazu schwitzt Ihr

1 große rote Paprika in

40g Butter

5 Minuten lang an, nehmt den Topf vom Herd, lasst ihn (laut Rezept, ich mach das nie…) auskühlen und fügt dann noch

1 Dose gesalzene Cashewkerne

1 EL (oder so) Tomatenmark und

weitere 100g Butter zu,

schmeckt das alles mit Gemüsebrühe, süßem Paprika und Chili ab und organisiert es mit einem Pürierstab zu einer ordentlichen Aufstrichmatsche.

Dazu gib’s Gemüseststicks, Brot,  Kartoffeln, Nudeln…

Die weiteren Köstlichkeiten von Seminarteilnehmern blogge ich, sobald ich die Rezepte und die Veröffentlichungserlaubnis bekomme… Freut Euch auf sensationelles Knäckebrot zur Cashewbutter…

12 von 12 im April…

12. April 2012

…konnten heute nicht wirklich was werden – wieder ein Donnerstag: morgens Musikgarten, nachmittags Arbeit – das gibt nicht so viel Bildmaterial her… Jetzt habe ich gerade die Rügen- und Osterphotos sortiert und suche hier etwas heraus… Vom Urlaub habe ich ohnehin noch nichts berichtet.

Er begann mit wunderbaren Tagen bei einer Freundin in Lübeck. Dort habe ich sogleich zwei neue Yarnbombing-Objekte gesichtet:

Yarnbombing zum Stehen – und…

…Yarnbombing zu Anlehnen…

Auf der Weiterfahrt in Richtung Rügen entdeckten wir in Rostock per Zufall (eigentlich sind wir nur von der Autobahn abgefahren um eine Schraube für den kaputtgegangenen Buggy zu besorgen):

HEROS! … ein Traum in Tüten – der wird nun auf jeder Ostseereise ein Pflichtstopp!

…beachtet bitte die Haselnuss-Pralinen „Drei Nüsse für Aschenbrödel…“ und

DIE MARACUJABRAUSE!!!

…ich dachte ich fall um, als ich sie entdeckte (die große Liebe behauptete hinterher, ich hätte meiner Freude so lautstark Ausdruck verliehen, dass es ihr schlichtweg peinlich war zu mir zu gehören)… Ganz solidarisch packte sie dann aber noch andere bunte Sorten dazu…

…die Maracujabrause aus den DDR-Reisen meiner Kindheit toppte sie  alle! Allerdings nur bei mir, die große Liebe fand sie ebenso unsäglich wie wir beide die anderen drei, ich spürte bei den ersten Schlucken Maracuja nur das große Glück der Erinnerung – naja, eigentlich fühlte ich mich nur in eine orange-weisse Broilerbockwurstbude zurückversetzt, leider weiß ich nicht mehr, wo genau sie war – auf alle Fälle musste ich damals immer ein paar Flaschen mit nach Hause nehmen und habe das Gesöff heißgeliebt! Dass ich es 25 Jahre später nochmal trinken kann und dieses Kinderglücksgefühl so schnell hochschwappt, hätte ich nie gedacht…

Am Hintergrund des Flaschenbildes könnt Ihr schon sehen, dass wir einen phänomenalen Urlaub hatten. So ziemlich jeden Tag wurde Schnee vorhergesagt, der machte uns dann aber nur am Abreisetag ebendiese tatsächlich etwas leichter. Ansonsten hatten wir zwar kaltes, aber extrem sonniges Wetter und erlebten zum ersten Mal einen ganz anderen Rügen-Urlaub. Waren wir in den letzten Jahren immer auf Entdecken gepolt, übernahm die kleine Dame diesmal die Urlaubsplanung  und das hieß…

…gefühlte 627 „Eimabuagen“ am Tag bauen (wir wissen bis jetzt nicht, wer von uns dreien am enthusiastischsten mit Bauen war – das innere Kind hat gejuchzt vor Glück…), Bagger (der kleinen Dame große neue Liebe – neben unserer Wohnung war eine Baustelle mit 3 Baggern) und Eierbäume suchen und finden…

…Möwen füttern…

…Stoffknöpfen beim Discounter mit dem Terrier nachjagen…

…und – wenn die kleine Dame es mal hergegeben hat – mein Häkelzeug zu schnappen und an meiner Mütze weiterzuhäkeln (verdammt, dauern feste Maschen ewig…).

Der Abfahrtstag kam wie immer viel zu schnell, aber ein paar Stunden nach unserer Ankunft stand ja schon das nächste Event auf dem Plan…

…die erste Ostereiersuche… der größte Hit waren wohl die vier Miniminischokoeier, die sofort verputzt wurden (bis dato hatte die kleine Dame keinen Schimmer, dass so etwas existiert…), aber auch das Schneideholzobst ist schon täglich in Gebrauch und die neuen Wachsmalkreiden wurden gleich…

…an Ort und Stelle ausprobiert…

…Ostermontag dann (als Gegenpol zu vier Schokoeiern…) immerhin Dinkelvollkornhefegebäck…

… das die kleine Dame mit Freude ausgerollt und ausgestochen hat. Die fertiggebackenen und mit „Njanju“-Augen (njanju=Rosine in der Kleindamensprache) versehenen Osterwesen sind leider nicht mehr vor die Linse gewandert – so schnell sind sie in allen anwesenden Bäuchen verschwunden…

Das waren meine ein bisschen gemogelten 12 von 12 – noch viel mehr findet Ihr wie immer bei Frau Kännchen.

Das Ferienende…

10. April 2012

…ist nun da, ab morgen starte ich wieder ins Arbeitsleben! Da hat es mich gerade noch mal in den Fingern gejuckt, um mir einen Begleiter für den ersten Tag zu nähen: Meinen Wassercozy!

Passt gesnappt genau um ein 0,39 € Glas vom Schweden herum und motiviert mich hoffentlich zum ausreichenden Wasserkonsum… Und der Schnitt ist von hier – vielen Dank!

Noch bis zum letzten Jahr habe ich Plastikblumentöpfe gehortet wie eine Irre, um auszusäen, zu pikieren und umzupflanzen. Seit letztem Jahr habe ich einen kleinen Gehilfen, der mit mir die Käseblätter der Woche in umweltfreundliche Samenherbergen transformiert:

Meinen im britischen großen Auktionshaus erstandenen „Paper Potter“!

Mehr als ein Käseblatt, eine Schere und ihn braucht es nicht…

Die Zeitung wird in 6-10cm (je nach Töpfchenwunschgröße) lange Streifen geschnitten..

um den Potter gewickelt (dabei 2cm überstehen lassen und umknicken)…

… und im Unterteil zwei- dreimal hin- und hergedreht…

…fertig!!!

Nun noch…

…Erde und Samen hinein – und warten! Und das Tolle daran: Kein Pikieren, kein Umtopfen – man kann die Papierpötte nach dem Keimen einfach mit in die Erde buddeln, wo sie fröhlich vor sich hin verrotten…

Ich wurde heute allerdings von den Nachbarszwillingen (die sich zu wahren Potter-Heldinnen entpuppten…) schnell meiner freudigen Arbeit beraubt,  Die kleine Dame hingegen schnappte sich ein Pöttchen nach dem anderen, um sie fröhlich auf unserer derzeit brachliegenden Terrasse auszuleeren und mit ihrer Sandkastenharke darüberzuharken – damit wäre diese dann im Sommer auch mit wildem Blumenwuchs upgecyelt…

Während ich aber noch potterte, ertappte ich mich bei dem Gedanken  an eine weltbewegende kleine Studie: Über das Keimungsverhalten von Sonnenblumen in Feuilleton, Wirtschaftsteil, Heiratsannoncen und Todesanzeigen. Mal sehen, ob ich mich daran wage…

Das war mein erster Upcycling Dienstag, mehr gibt es  bei  Nina im Werkeltagebuch.