…heute, unter strahlender Sonne in einer alten Waschschüssel bei meinen Eltern, in der schon ich als Kleinkind geplanscht habe…

…mit einem Spielzeugboot, das so uralt war, dass meine Gedankenkraft nicht ausreichte irgendeinen Erinnerungsfetzen daran zu erhaschen (egal, ich fand’s auch ohne direkten Bezug wunderbar retro…) konnte die kleine Dame gar nicht aufhören, sich zu vergnügen…

A pro pos  „gar nicht aufhören“ – ich war gestern mit der kleinen Dame im Zoo und wir hatten lange ganz fantastischen Sonnenschein, konnten das Wasser in den Brunnen bei den Elefanten genießen, bis es dann anfing von oben zart zu tröpfeln und zu tropfen und zu pladdern und zu prasseln und zu schütten und zu… Erstaunlicherweise fand ich’s total herrlich – der kurze Aufenthalt im Papageienhaus hat mich ob des dortigen Luftfeuchtigkeitgehalts dermaßen unter Stress gesetzt, dass ich die kleine Dame ratzfatz in ihre Regenklamotten gesteckt habe und wir dann ganz gemütlich weitergeschobengangen sind. Sogar eine Sambesibootsfahrt konnten wir bei tosendem Gewitter noch machen – bei all dem Reiz (vergnügte Nildpferde im Regen sind eine Wonne –  da die kleine Dame mittlerweile auf meinem Schoß eingeschlummert war, existieren von diesem Vergnügen aber leider keine Photos…) war mir bei dem Gedanken in mein Boot könne direkt am Nashorngehege der Blitz einschlagen doch ein wenig mulmig…

Langer Rede kurzer Sinn, den ganzen Tag über wurde ich gut gegen Sonne und auch den anfänglichen Regen von meiner

nigelnagelneugenägten Eulen-Lil („Laura Ingall’s Light“)-Mütze gut behütet…

Die kleine Dame wird in nächster Zeit wohl noch öfter gut bekopftucht werden… Ich habe so ein nettes Kopftuch gesehen und mir aus der Erinnerung einen Schnitt gebastelt (darf man das???) – auf dem Kopf ist es natürlich weitaus schöner…

…als auf dem Laminat…

…und genau das werde ich jetzt noch von einem Haufen Spielzeug befreien, eh es ins Bett geht! Schlaft schön und habt morgen einen sonnigen Sonntag mit einer Niederschlagswahrscheinlichkeit von unter 10%…

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…wobei, die richtigen Impressionen kann ich hier gar nicht zeigen:  lauter fröhliche (und zum Teil von einer Freundin zu Tigern und Blumenwiesen geschminkte) kleine und große Menschen… Es war ein fantastisches Fest mit überwältigendem Wetter und ganz viel Freude auf allen Seiten! Und das, obwohl die Nacht vorher reichlich kurz war…

Während die sensationellsten…

…New York Chocolate Chip Cookies und die altbewährten…

…Hallongrottars schon träge in ihren Keksdosen schlummerten (a pro pos Hallongrottar, auf Wunsch eines Gastes hier nochmal aktuell das Rezept:

Hallongrottar (Himbeergrübchen)

200g Butter
100ml Zucker
1 Teelöffel Vanillezucker
1 Teelöffel Backpulver
450ml Mehl

(ja, die Schweden messen tatsächlich in ml ab…)

Himbeermarmelade

Und jetzt versuche ich mich an der schwedischen Übersetzung…

Rühr die Butter und den Zucker geschmeidig, mische Vanillezucker, Backpulver
und Mehl und verarbeite alles zu einem Teig.
Forme den Teig zu einer Rolle von ca. 20cm Länge und schneide sie in 20
Stücke. Leg diese in Backförmchen (die Schweden haben ovale Aluformen, aber
Muffinförmchen aus Papier tun’s auch!) Drück eine Vertiefung in jede Scheibe
und fülle diese  mit 1/2 bis 1 TL Himbeermarmelade.
Backe die Hallongrottar 18 Minuten bei bei 175°C)

…liefen die letzten Festvorbereitungen (parallel zu Deutschland-Griechenland) auf Hochtouren…

Die (wie immer für’s Photo nicht gebügelte) Pippi – Schweden – wie – auch – immer – Geburtstags – Schürze wurde fertiggestellt:

…hier die Vorderseiten…

…und eine Rückseite…

Die…

…Mitgebsel Tütchen wurden mit Samenbomben und je einer „2“-Applikation (incl. Nadel- und Fadenset) befüllt (die waren doch eigentlich als Einladungskarten bestimmt, wird der aufmerksame Leser jetzt bemerken… ühüühü, wir haben es nicht geschafft und schnöde Geburtstagskarten aus Dänemark zweckentfremdet) und sind dann tatsächlich irgendwann noch für wenige Stunden ins Bett geplumpst.

Bevor die Gäste kamen (zum Glück kam Opi früher zum Kleindamenverwöhnprogramm – Erdbeereis zum Mittagessen (!!!) (…) – und das bei dem Kuchenbufett…  so dass wir noch einigermaßen fertiggeworden sind) musste noch ein klitzekleines bißchen geputzt und aufgeräumt , der Erdbeerhof geplündert und Blumen besorgt werden, bevor es ans

…Feta- und Würstchenkringelwickeln ging. Dazu macht ihr einfach einen Hefebrotteig, formt dünne Würste und wickelt diese um ebensolche oder Schafskäse oder Gemüsesticks und backt den ganzen Spaß eine halbe Stunde bei 175°C im Ofen. Wider Erwarten gingen die Dinger weg wie nichts…

…und wenn das jetzt alles den Anschein macht, wir hätten den ganzen Tag nichts anderes getan, als zu essen, irrt Ihr Euch gewaltig! Die Kinder haben die Sandkiste belagert, wir haben Geburtstagslieder gesungen, einen Bollerwagenkonvoi zu Schäfchen und Pferden und dem gerade im Aufbau begriffen seienden Schulzoo (der keine 300m von uns entfernt sein Quartier aufgeschlagen hat und uns mit Stinktieren (oder „Kacka-Tieren“, wie die kleine Dame sie aus unerfindlichen Gründen beim Einschlafen benannte), Riesenschildkröten und Affen beglückte, gemacht, und: kreativ waren die kleinen Hände auch:

Dieses „M“ eines kleinen Gastes hat es mir besonders angetan, wobei ich hier am liebsten alle Werke ausstellen würde…

Soll ich’s nochmal verkürzt sagen? Es war schön, wunderwunderschön und natürlich wurde ich, als sich dann spätabends die Geburtsstunde jährte noch rührseliger und dankbarer als ich es eh schon den ganzen  Tag über war – die kleine Dame ist die Größte! Und ist nach ihrem großen Tag (nach dem Verspeisen von 3 Pfirsichen in gefühlten 30 Sekunden – um das Thema „Essen“ für heute ein letztes Mal aufzugreifen…) von jetzt auf sofort eingeschlummert. Und das tu ich jetzt auch. Und wer diesen Monsteartikel mit den Schachtelsätzen bis zum bitteren Ende durchgelesen hat, kriegt noch einen exklusiven Extragutenachtgruß von mir!

Schlaf gut!

…und ich falle nun sofort nach einem unglaublich schönen Tag knallmüde zu ihr ins Bett…

Alles weitere morgen… oder übermorgen… oder…

Vor eineinhalb Wochen  gab es etwas zu feiern: Das Vereinsgründungsfest der Leeren Wiege. Die große Liebe und ich hatten die Aufgabe übernommen, einen Kreativstand anzubieten – etwas Einfaches sowohl für Kinder, als auch für Erwachsene geeignet, sollte es sein. Und so entschieden wir uns – naheliegenderweise – für die Gestaltung von Gedenklichtern.

Upcycling Werkstoff dabei: Eine riesige Tüte voller Stoffreste und vor allem Verschnitt, den ich schon oft entsorgen wollte, es aber einfach nicht über’s Herz gebracht hab…

Die Tüte einmal…

…über den Tisch geschüttet, ein paar Pinsel, Schablonen, Scheren und Decoupagekleber dazugestellt und kurze Zeit später gab es die ersten…

…Gedenklichter zu bewundern, die den ganzen Tag mit der Sonne um die Wette leuchteten und von vielen kleinen und großen Händen mit Eifer und Liebe beklebt wurden! Neben Blumen, Herzen und Namen gab es auch wilde Haie und in den Himmel stürmende Raketen! Mit soviel Bastelleidenschaft hatten wir gar nicht gerechnet! Sogar die kleine Dame hat (mit ein bißchen Hilfe) den Pinsel geschwungen , ein Glas bematscht und Omiopi geschenkt (hier vorne links im Bild…)…

Das war mein kleiner Beitrag für heute. Mehr Upcycling gibt es wie jeden Dienstag bei der anderen Nina! Viel Spaß beim Stöbern…

… was für ein Glück – die große Liebe sass am Samstag in der Jury eines Gesangswettbewerbes in Flensburg und die kleine Dame und ich durften mit!

Am Freitag bummelten wir alle drei durch Sonderburg – bei Stof2000 die große Enttäuschung – meine Bestellung war dort nicht angekommen – der neue Lieferant hatte ausgerechnet an diesem Tag die Filiale vergessen – naja, nun erwarte ich in hoffentlich absehbarer Zeit ein Paket – auch fein! Deswegen hier also kein fröhliches Stoffphoto…

Da Shoppen für die kleine Dame nicht so der Renner ist, ergötzen wir uns

an bunten Auslagen und einigen ausgewählten Lädchen, bevor es zu unserer Flensburger
Freundin ging, wo wir in unserem Zimmer mit einem kleinen Tischchen voller Ohrstöpsel (laute Straße), einem zauberhaften Frauenmantel-Sträußchen, Schokolade, einer kleinen lila Tüte und einem ganz fantastischen Buch ganz warm in Empfang genommen wurden. Vor lauter Rührung haben wir kein Photo gemacht, schwupps war die Schokolade weg, das Buch in meinen Händen und das schöne Arrangement zerstört…

Samstag früh machten die kleine Dame und ich uns dann wieder auf den Weg nach Dänemark ans offene Meer in der Nähe von Skovmose – ausgestattet mit allen Regenklamotten, die unsere Schränke zu bieten hatten. Wir hatten fröhliche nasse Buddelstunden, und noch nie habe ich meine Tochter so sehr lachen hören, wie in dem Moment, als sich abertausende kleine schwarze Fliegen nach einem heftigen Regenguss auf uns niederließen (in mir ratterten schon Panikgedanken – oh Gott sie kriegt ein Insektentrauma – aber nichts dergleichen!)

…und was Ihr hier  seht war nur ein Bruchteil…

Irgendwann wurde es uns dann aber wirklich zu nass und während die kleine Dame im Auto friedlich ihr Nachmittagsnickerchen hielt, durchwühlte ich zwei Loppemarknads ((Garagen)-Flohmärkte) – erfolgreich nach netter dänischer Kinderbekleidung.

Aus dem Schlaf erwacht, gab’s dann einen riesigen

dänischen Zuckerschock (der mir Ökoantizuckermami einerseits das kalte Grausen den Rücken herabjagte (oh Gott, noch nicht mal eine Dinkelwaffel!), in erster Linie aber riesigen Spaß machte – die kleine Dame war völlig absorbiert – und mit fast zwei muss man’s ja auch nicht mehr so eng sehen…

Unser Tag endete mit perfekter Abendsonne an einem Strand mit Spielplatz,

dem Entdecken von Wasserschnecken und dem Backen zahlloser Eiskugeln („immer noch LOLOLADEEIS“), Sandkuchen und Eimerburgen…

Am Sonntag dann wieder zu viert vereint gab’s (weil draußen der Regen strömte) erstmal ein Badefest

mit dem lila Tütchen und einen weiteren Ausflug ans Meer. Den Freundinnenabschiedsschmerz konnte das im Radio (viel spannender als im Fernsehen, die Kommentatoren scheinen kurz vor Zusammenbruch zu stehen) verfolgte Fußballspiel nur halbherzig lindern, so schön war’s! Und Achtung, wir kommen wieder!

12 von 12 im Juni…

12. Juni 2012

… mein 12. begann mit dem unglaublich guten Gefühl mal wieder so richtig ausgeschlafen zu haben – früh ins Bett gehen ist eindeutig ein guter Trick…

…flugs unter die Dusche – es ist für  mich jedes Mal ein großes Glück, lediglich beobachtet von Ritter Sporn, bei weit geöffnetem Fenster, das Wasser auf mich niederprasseln zu lassen…

…oh Wunder, noch immer schlummern die kleine Dame und die große Liebe – dann mal schnell geschaut, was die andere Nina heute upgeycelt hat…

…seltene Alltagsfreude – wir frühstücken alle drei zur gleichen Zeit – und, anders als bei der großen Liebe, handelt es sich bei meinem um entkoffeinierten Padkaffee mit viel Milch!

…trara! Die Post ist da, aber zum Auspacken bleibt keine Zeit…

…rasch noch fünf Samenbomben als kleines Mitbringsel eingepackt…

…und dann auf in die große Stadt zur Freundin mit dem kleinen Sohn…

… was für ein schöner Vormittag mit zufrieden spielenden Kindern, koffeinhaltigem (!) Kaffee und reden, reden, reden…

…auf dem Rückweg das kalte Grausen und aufkeimende Zeitpanik – ich muss noch kochen!!!

…eine Packung Convenience Food später fix zur Arbeit…

…und die Kolleginnen bei der Teamsitzung mit 300g süßklebrigem Nachtisch zur Raserei gebracht – meine Sorte ist das eindeutig nicht – aber vielleicht ein Werkstoff für einen der nächsten Upcyclin Dienstage…?

…wieder daheim dann etwas enttäuscht den Karton vom Naturversand ausgepackt – die Farben im Katalog wirkten so „anthro“ und jetzt quietschen sie mir in den Augen und passen so gar nicht zum Geburtstagskranz – pflanzengefärbt??? Ich weiss ja nicht…

…und dann bis zum Einbruch der Dunkelheit 300 Samenbomben zusammengematscht – 100 aus einer selbst gemixten Samenmischung und 200 aus Sonnenblumenkernen (aus dem Vogelfuttersack…), die letzte Ration für dieses Jahr – es wird Zeit, dass sie in die freie Wildbahn entlassen werden…

Das waren meine 12 von 12 – viel viel mehr gibt’s  – wie immer gesammelt von Caro – hier!

Es grünt so grün…

8. Juni 2012

…hach es ist so schön – fast alle Samenbomben – mann, ist dieses Wort  doof – die ich besuche, keimen fröhlich vor sich hin, und nun gibt es endlich die ersten Beweisphotos aus unserem Garten…

…die grünen Blättchen rechts sind kein Unkraut von nebenan, sie wurzeln auch im Roten… bei einem besonders schönen Samenknubbel konnte ich nicht widerstehen und habe ihn mir bei Licht betrachtet ganz genau angeschaut…

…wie man ihn auch drehte und wendete überall strotzte er nur so vor Leben!

Und ich muss nochmal nachlegen – die nächste Samenration ist besorgt, die Großpackung rotes Lehmpulver füllt nun auch unsere Scheune und der Rest der Welt will  weiterhin begrünt werden…

Und noch etwas Grünes ziert seit gestern abend meine Projektliste…

..die kleine Dame war am letzten Wochenende (das wir zwei wunderbar bei Ilka verbrachten) ganz begeistert von den Waldorf-Kränzen, die Ilka für ihre Kinder gemacht hat, und so habe ich mich gestern durch meine Wolle gewühlt und drauflosgestochen. Jetzt werden noch Spieltücher als Schleier bestellt und fertig! Ich bin eigentlich nicht so die Trockenfilzerin, aber das hat echt Spaß gemacht und frei nach dem Motto: „Pimp your Fernsehabend“, läßt sich stumpfes Fristen vor der Flimmerkiste extrem aufwerten und das schlechte Gewissen bleibt aus. Nach bestimmt 3-4 Stunden Dauergepieke hätte ich heute eigentlich einen Tennisarm oder zumindest eine Sehnenscheidenentzündung erwartet – aber nichts dergleichen…

Und noch was Grünes gab’s: Mein erstes selbstgemachtes Pesto (dank der kulinarischen Ilkaverführung habe ich mich zum Kauf zweier Objekte aus dem Sortiment der Firma hinreissen lassen, die dafür bekannt ist, Plastikdeckel auf Lebenszeit auszutauschen… Bis jetzt tat’s mein Küchenmesser auch, aber nach dem Pestogenuss der letzten Woche hab ich dann zugeschlagen…

Dill, Knoblauch, Grana padano, Olivenöl und Cashewkerne nach Gutdünken ins Schüsselchen tun, ein paar Mal an der Strippe ziehen und fertig – Hat jemand schonmal irgendwo schonmal Dillpesto gesehen? Basilikum wird eindeutig überbewertet…

Mit diesen grünlastigen Alltagsinfos lasse ich Euch jetzt mal weitersurfen und schicke ein fröhliches „Gutenacht“ in die Welt!