Ich schlitter‘ ja meist so ein bißchen am Upcycling Dienstag vorbei: die Zutaten vom Flohmarkt, die Ideen oft geklaut, so auch heute…

Auf die Idee, diese Idee zu klauen, kam ich, als ich beim Besäen meiner Paper Potter Pflanztöpfchen und der Warterei auf die ersten grünen Spitzen feststellen musste, dass die Blumensamen wohl schon zu alt und von daher nicht mehr keimfähig waren… Jetzt ist die zweite Ladung Samen in die Töpfchen gewandert und die erste Kapuzinerkresse streckt sich schon mutig in die Höhe…

Aber zurück zum Thema: Ich habe Massen an Blumensamen, die auch nicht frischer werden. Und dann hat’s mich gepackt und ich habe…

…alle Tütchen aufgerissen…

…und eine ganz wilde Samenmischung gemixt… Elfenspiegel, Tagetes, Wicken, Malven, Bärlauch, Möhren, Kapuzinerkresse, Radieschen, Sonnenblumen, Schnittlauch, Cosmea, Kornblumen, Jungfer im Grünen, Ringelblumen, Mandelröschen, Akelei, Löwenmäulchen und noch vieles mehr… Und dann ging’s los:

5 Teile rotes Lehmpulver / Tonmehl

3 Teile Kompost oder gute Blumenerde

1 Teil Samen

und 1 Teil Wasser

…gut vermatschen (das macht so viel Spaß!!! Und man kann natürlich auch kreativere Formen modellieren) und verkneten, zu etwa 2-3 cm großen Kügelchen formen…

 

…und 1-2 Tage in der Sonne trocknen lassen, Fertig sind Eure Samenbomben! Und gut verwertet sind alle noch herumfliegenden Samen! Und fliegen lassen könnt Ihr dann Eure Bomben:  Durch das rote Tonmehl wird Feuchtigkeit gut gespeichert, so dass man das Problem des Dauergießens nicht hat. Und die Überraschung ob nun eine Mohrrübe oder eine Stockrose das Licht der Welt erblickt, finde ich toll!

Basierend auf einer Menge von 750g Tonmehl habe ich 68 Samenbomben bekommen. Die trage ich jetzt immer mit mir herum und halte Ausschau nach Plätzchen, an denen ich oft vorbeikomme, und die ein bißchen blumige Wildheit vertragen können. Pauline hat heute auch schon vier Stück in ihren Garten gelegt bekommen. Genau, sie werden noch nicht mal tief eingebuddelt, sondern nur leicht in die Erde gedrückt… Man kann sie angeblich auch ohne andrücken wild in die Welt werfen…

Das war mein Upcycling Dienstag für heute! Noch viel mehr findet ihr wie immer bei der anderen Nina!


… und zwar von meiner „immer mal wieder und seit vielen Jahren – Leidenschaft“: Dem Online-Portal, bei dem man alles mögliche (fast) umsonst drucken lassen kann…

Heute kamen u.a. diese Adressaufkleber…

…immer wieder begegnen mir Fragen wie „Das ist aber doch gekauft, oder?“, wenn ich etwas Selbstgenähtes verschenke. Jaja, ich fühle mich dann durchaus geschmeichelt (oder zweifele an der Sehkraft der Beschenkten ob wilder Nähte etc…), hab‘ aber beschlossen, diese Unklarheit ab sofort aus dem Weg zu räumen!

Und eingeweiht wurden die Aufkleber schon heute…

…was drinnen war, wollt Ihr wissen?

Ihr Naseweis, Ihr Schelmenpack!!!

Da müsst Ihr bis zum nächsten Upcycling Dienstag warten… dann kommt die Auflösung.

Aufgelöst wird aber schon, wer dieses erste beklebte Geschenk bekam: Meine wunderbare Großtante Geika, die gestern 102 Jahre alt geworden wäre. Seit 3 Jahren feiern wir Ihren Tag nun leider ohne sie – meine Mutter organisiert aber jedes Jahr ein feines Gebrustagskaffeetrinken und ihr wurde dann auch das Tütchen überreicht…

Die kleine Dame hat sich den Bauch dabei mit einer großen Kugel Lololadeeis vollgeschlagen. Und wenn ich auch sonst so gar nicht zimperlich mit Flecken in den Klamotten bin, war ich heute doch tatsächlich äußerst angespannt, dass die gesamte Kugel IN ihrem Mund landet, denn natürlich hatten wir ausgerechnet heute das Lätzchen vergessen… Grund für meine Panik war ein Dirndl, dass Geika mir vor etwa 35 Jahren aus einem ihrer vielen Urlaube in Ehrwald mitgebracht hatte, welches mir ausgerechnet heute beim Sortieren der Sommerklamotten der kleinen Dame vor die Füße fiel…

…barfuß im Dirndl hat sie wirklich alle entzückt…

Seit drei Jahren kursieren auch immer Photos an diesen Geburtstagen. In diesem Jahr ein kleines Album aus Geikas Pensionatszeit in Warnemünde 1927-1928…

…aus allen Bildern spricht die pure Lebensfreude – diese hat sich Geika ihr Leben lang behalten. Und wenn sie wüsste, dass sie nun mit Photo (Kreuzchen) im Internet ist, würde sie in ein erstauntes „ah waaaas“ ausbrechen. Das Internet fand sie interessant, und nie werde ich den Ausflug mit ihr, ihrer polnischen Betreuerin und der großen Liebe in ein Internetcafé vergessen, wo wir uns Photos von der alten Ziegelei in Lockwitz bei Dresden angeschaut haben, die ihr Mann vor dem 2. Weltkrieg geleitet hat. Sie konnte das alles gar nicht fassen… Und noch etwas hätte sie maßlos amüsiert, leider bin ich erst nach ihrem Tod auf den Gedanken gekommen: Ich habe ihren „Namen“ (den meine Mutter ihr – als sie ein kleines Mädchen war – gegeben hat) gegoogelt und gefunden, das Geika das japanische Wort für „your highness, your grace, your eminence“ ist. Wie passend…

Und um Euch heute mit Geikas Worten zu verabschieden, die jedes Telefonat oder jeden Besuch bei ihr beschlossen: Seht Euch immer gut vor…

In diesem Sinne: Gute Nacht, ein schönes langes Wochenende und spätestens bis zum Upcycling-Dienstag!

4 Tage…

21. Mai 2012

…kulturelle Landpartie im Wendland liegen hinter mir… Eine liebgewonnene Tradition mit meiner Mutter und nun zum zweiten Mal auch mit der kleinen Dame. Haben wir in den letzten Jahren 8-10 Wunderpunkte am Tag abgeklappert, so waren es in diesem Jahr 3! Dafür kennen wir jetzt aber auch die schönsten Plantschwannen, die übervollsten Pusteblumenwiesen (was wir an Löwenzahnnachwuchs in die Welt geschickt haben, könnt Ihr Euch nicht vorstellen) und die schönsten Schaukeln der Landpartie, denn schließlich galt es auch der kleinen Dame gerecht zu werden…

…unser Mittelpunkt hat uns ganz andere Seiten des Wendlandes entdecken lassen… so genau haben wir noch nie geschaut… was für ein wunderbares Tempo (oder was für ein „Flow“, wie es ja scheinbar in pädagogischem Neudeutsch propagiert wird…).

Das Lieblingshobby der kleinen Dame war am Wochenende allerdings das…

…Fahren auf dem „Omisitz“, davon kann sie gar nicht genug bekommen…

Wenn ich all das Schöne, was meine Augen entdecken durften, hier posten würde, könnte ich wohl einen neuen Blog eröffnen, ich belasse es einfach bei ein paar Augenoasen…

…die wachsame Glaseule…

…Köstlichkeiten auch für die Augen…

…Blumen in Saucieren…

Wildkräuter in Milchkannen…

…Regaldeko im Grünen…

…und einer Ohrenoase mit Wurmcharakter…

Schön war’s, so schön!

 

…ich kenne Tante Malchen nicht. Es gibt Tante Malchen vielleicht gar nicht. Und doch muss ich die unbekannte emsige Stickerin meines Upcycling-Werkstoffs aus irgendeinem absurden Grund Tante Malchen nennen… In unserem Fundus gibt es einen Riesenhaufen alter Tischwäsche von fleißigen Ahninnen, aber eben auch ein paar Teile, deren Stickerinnengeschichte uns unbekannt ist. Ein solches besonders schönes Exemplar habe ich mir gestern vorgenommen und es – mit einem großen Fragezeichen im Hirn, was die kleine Dame wohl DAZU sagen wird…

…zu einer weiteren Schwedenschürze umgearbeitet. …ihr Kommentar war ein breites Grinsen und der dringliche Wunsch, die Tischdeckenschürze den ganzen Tag anzuziehen. Und wie praktisch: problemlos bei 60° waschbar! Ich selbst bin ganz erstaunt, wie wenig tantig die Schürze wirkt – sie mutet in echt eher folkloristisch an…

Es gibt auch noch viel Verschnitt, mit dem habe ich ausprobiert, was ich schon lange als Stoffresteverwertung vorhabe, nämlich…

…Postkarten mit Stoff zu benähen – es geht! Jetzt muss ich mich nur noch über’s Porto informieren…

Mehr Upcycling gibt’s wie immer bei der anderen Nina im Werkeltagebuch

Und, oh Wunder: Wir haben wieder ein bißchen Internet! Mir ist heute in unserer Einöde tatsächlich ein Telecom-Mensch über den Weg gelaufen – unseren Nachbarn hat’s allesamt die Router geschrottet, bei uns hat der Blitzschlag die Netzwerkkarte vom nagelneuen Laptop der großen Liebe erwischt…. immerhin, über WLan geht’s nun erstmal…

Abgeschnitten…

14. Mai 2012

… von der virtuellen Welt sind wir gerade… In der Nacht von Donnerstag auf Freitag hat der Blitz bei uns eingeschlagen. Hauptsicherung raus, Telefon und Internet hinueber, juchhu… Telefonieren geht seit heute frueh wieder, der Weg ins Netz bleibt uns weiterhin verwehrt. Das heisst, der ganze Abend kann an der Naehmaschine  verbracht werden, ohne allabendliche Blogrunde und das gefaehrliche Klebenbleiben vorm Zeitfresser…  Mal sehen, wann ich Euch die Ergebnisse wieder zeigen kann…

12 von 12 im Mai…

12. Mai 2012

…begannen um kurz nach 12 Uhr Mitternacht mit dem Einwickeln der kleinen Muttertagspräsente…

… Wunscherfüllung Nr. 1: eine stoffbeklebte Dose für „Rauchwaren“… Vorm Kleben habe ich mich  gedrückt und habe lieber einen Bezug genäht…

…Wunscherfüllung Nr. 2: ein neues Schlüsselband. Und da ich mir  ganz unsicher war, was für ein Design ich wählen soll (die Vorgänger-Bänder sind noch aus Urzeiten der Rosali-Horror-Hysterie), wurden es eben gleich zwei…

…und Geschenk Nr. 3: Ein  wunderbares kleines  Buch (vielen Dank, Anna und Nina…)…

Am Morgen brüllte dann der Kleindamenwecker um 5:30 Uhr ein fröhliches MAMIIIII!!! durchs elterliche Bett… Immerhin konnten wir so schon ziemlich früh in Richtung Omi starten, und auch der kleine Umweg…

…am heißgeliebten „Baggergeschäft“ musste noch drin sein. Der blaue Bagger toppt sie alle!

Aus dem Njanjubrötchenrest der kleinen Dame Rosinen gepult. Ich hasse Rosinen und auch der zauberhafte Titel „Njanju“, der derart unseren Wortschatz erobert hat, dass ich ihn regelmäßig in der Bäckerei verwende, kann daran nichts ändern…

A pro pos Wortschatz…

…endlich mal wieder ein paar Vokabeln aufgeschrieben…

Beim Blick in den Computer große Freude…

… die Rückkehr der verlorenen Stickdateien (für die 12 von 12 Besucher unter Euch: Festplatte kaputt- alles weg)! Naehwahna und Filafactum haben mir meine geliebten Rotkehlchen und das schöne Dalapferd erneut gemailt – nochmal DANKE an dieser Stelle!!!

Nachmittags dann ein besonderer Termin. Alljährlich findet am Samstag vorm Muttertag in Hannover eine Gedenkfeier für verstorbene Kinder statt…

…immer eine besondere Stunde, viele vertraute Menschen und das Schönste am Schluss: Das Steigenlassen unzähliger weisser Luftballons als Gruss in den Himmel… Das Photo blieb leider ungeknippst, da die  kleine Dame und ich ganz auf unsere Luftballons konzentriert waren und sie mit einem dicken Kuss für Pauline, bzw. Habibaby – wie die kleine Dame Pauline unerklärlicherweise nennt – auf die Reise geschickt haben…

…deswegen hier „nur“ die Nachzügler…

Vom Friedhof ging’s direkt in den Baumarkt – der Fischreiher (oder ein anderer grausamer Räuber) hatte die zwei langjährigen Bewohner des Teiches meiner Eltern geholt – da musste als Event für die kleine Dame dringend Nachwuchs her:

…aus der Massenfischhaltung…

…in die Tüte…

…und ab ins Biotop… vielleicht mit einem kleinen Schädel-Hirntrauma, weil das Nachbarsmädchen beim Werfen der Fischtüte in den Teich nicht gerade zimperlich war… Aber nein, ich habe sie eben nochmal besucht und sie erobern sich fröhlich und gesund ihr neues Reich…

Das Nachbarsmädchen brachte zum Tagesabschluss auch noch eine Wunderkiste:

…lauter ausrangiertes  Plastiksandkastenglück  zum Abschluss eines bunten Tages – spätestens danach konnte die kleine Dame nur noch platsch ins Bett fallen… Und ich folge ihr nach der Lektüre von ein paar weiteren 12ern sogleich! Mehr davon gibt’s wie immer bei Caro

Street-Art…

9. Mai 2012

…vom Feinsten, gibt es seit ein paar Tagen vor unserer Haustür zu bewundern… wenn wir nicht gerade dazu angehalten werden Buchstaben zu schreiben oder eines der unzählbaren „Punk Punk Mogesich“-te zu malen…

…gibt sich die kleine Dame auch mal alleine schwungvoll dem Farbrausch hin…

…leider sind die Kunstwerke nur von kurzer Dauer, so wie es derzeit immer wieder schauert, aber wer eine echte Graffitti-Künstlerin ist, braucht auch unbedingt mal wieder eine neue Beaniemütze (haha – viele Schnittmuster gibt’s ja auch nicht mehr… ich maile gerade wie eine Bekloppte Stickdatei- und Ebookverkäufer an, ob ich meine Käufe nochmal zugemailt bekomme… Sonja von Kunterbuntdesign hat gestern mein Postfach gesprengt und mir alle meine jemals erstandenen Susalabimdateien gemailt – ganz schnell und ohne Zögern. DANKE!!! nochmal auf diesem Wege!)

Zurück zur Mütze:

diesmal mit dem Lieblingsobst…

Jetzt werde ich mich wieder in die Tiefen des weltweiten Netzes stürzen – ich weiss noch gar nicht, wie meine Computerzukunft weitergehen soll – möglichst wenig kosten ist Punkt eins und Windows XP ist Punkt zwei. Und Punkt drei sind zwei Steuererklärungen die noch gemacht werden müssen, in der Hoffnung, dass Punkt eins dann nach einer ordentlichen Rückzahlung keine allzu große Barriere darstellt…