…die große Liebe und ich müssen nun blogtechnisch keine Rücksicht mehr aufeinander nehmen, denn:

Der Lieblingsschwager hat heute den Lieblingsneffen abgeholt und mir meinen nigelnagelneuen…

…Laptop mitgebracht! Jetzt habe ich den ganzen Abend gesessen und Dateien aufgespielt, Programme runtergeladen und vor mir liegt noch eine weite Strecke der Datensortierung, aber das war alles ein Klacks im Vergleich zu meinem gestrigen Kampf mit der Overlock…

Von wegen „ich üb‘ jetzt mal Rollsäume“…

Fazit: Nadel abgebrochen, Untergreiferfaden gerissen, an der Vokabel Stichbreiten-/Schnittbreitenknopf verzweifelt (Übersetzungsfehler im Anleitungsheft, aber darauf muss Frau erstmal kommen…) und nach Kurzvorverzweiflungstränen dann doch nochmal die Kurve gekriegt.

Und hey – Ich kann jetzt den Untergreiferfaden einfädeln…

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…nach einer kurzzeitigen Panikattacke, als die kleine Dame sich bemüßigt fühlte, sämtliche Fäden der Overlock durcheinander zu zerren, konnte ich schnell aufatmen: Alles noch in den richtigen Nadeln, Greifern, Führungen etc…. Und prompt hielt das Zappelfingerchen ihren Mittagsschlaf, und ich ließ die Holde drauflosrattern. Mit einem für mich unglaublichen Ergebnis:

ICH HABE EINE HOSE GENÄHT!!!

Wer sich an meinen ersten Versuch von vor einem halben Jahr erinnert, weiss, was das bedeutet…

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…eine Kuschelhose aus Winterfrottee für die kleine Dame. Dass der Schnitt in Größe 98 den Windelpopo nicht wirklich einplant übersehe ich jetzt mal großzügig – die OVERLOCK-Nähte sind so stabil, da kann ruhig ein bißchen gezerrt werden…

Und motiviert von meinem Hosentriumph habe ich schnell noch die alte…

…Schlafanzughose des Lieblingsneffens gekürzt (weil durchlöchert) und upgecycelt! Und mich zum ersten Mal mit einer Jersey-Applikation auseinandergesetzt – hm – sie ist auf der Hosenrückseite und vermutlich wird sie vom Schlafshirt bedeckt, was nicht das Schlechteste ist… aber ich lerne daraus…

Und a pro pos Fummelkram: Die Post mit dem vom Ilka geaschickten Sperrmüllstoff  (meiner ist schon fast vernäht…) war mir nicht hold und so musste ich heute ein Geburtstagsgeschenk für morgen en miniature nähen…

Ein Zwergen-Lil-Gutschein in miniwinzig… Und jetzt üb‘ ich noch Rollsäume! Damit die große Liebe endlich bloggen kann, die scharrt schon mit den Hufen…

…seit kurz nach Weihnachten fristet die Holde ein tristes Dasein, Fäden raus, neu einfädeln – der blanke Horrortrip für meine Wurschtelfinger und die Bedienungsanleitung nicht wirklich hilfreich… Also Finger weg, Kapitulation, Resignation…

Doch dann: Rettung durch

…dieses Buch- nunja, eher durch die Vorbesitzerin dieses Werkes, das ich auf einem zauberhaften Dorfflohmarkt entdeckt habe, und das uns beide miteinander ins Gespräch brachte. Und was für ein Glück: Eine waschechte Schneiderin!!!!!! Und da habe ich einfach gefragt, ob sie mir nicht eine Einweisung geben könnte (nachdem 3 Näh(maschinen)geschäfte im Umkreis nicht wirklich unterstützend waren. Nr. 1 macht grundsätzlich keine Fremdeinführungen (ja, ich weiß, es wäre sinnvoller gewesen sie direkt vor Ort zu kaufen, aber die Bonus-Kit-Gier war halt größer als die Vernunft…), Nr. 2 gibt zu, nicht wirklich Ahnung von Overlocks zu haben und  Nr. 3 hat noch nicht einmal zurückgerufen… Danke Dorfflohmarkt!

Gestern wurde die Holde also neben den…

…Kindersitz gesetzt und wir sind uns in einer supernetten Einführung sehr viel näher gekommen… Heute abend kann ich sie hoffentlich einschalten und drauflosrattern… Und auf diesem Weg nochmal ein dickes Dankeschön an die tapfere geduldige Schneiderin, so sie diese Zeilen liest!

…vorgestern haben wir mit den Nachbarszwillingen endlich den Geburtstag der kleinen Dame nachgefeiert! Zusammen mit dem Lieblingsneffen piekten und plantschten kleine und große Hände um die Wette…

…es entstanden Bälle… sogar die kleine Dame (hier mit Ball in orange) hat mitgemacht!

…Oldtimer…

…ein stolzes Ross…

…eine originalgetreue Abbildung  von „Lollypoppy“, dem Kaninchen des einen Zwillings und viele kleine weitere Kunstwerke…

Und wir haben bestimmt nicht zum letzten Mal in diesem Sommer unsere Filzkisten herausgeholt…

Wieder da!!!

22. Juli 2012

Sonntagabend, die kleine Dame schlummert seit einer Stunde selig in unserem Bett, der mitgebrachte Lieblingsneffe tut ebendies, die große Liebe prusselt vor sich hin, und ich finde, es ist an der Zeit, Euch die Ergebnisse meines Wochenendes zu zeigen!

Samstagmorgen habe ich mich erstmal „eingenäht“…

…eine Beanie für mich, aus dem neulich erstandenen Top vom Flohmarkt…

…und eine Eulenbeanie für die kleine Dame. Zum ersten Mal habe ich eine Beanie aus Baumwollstoff genäht und bin begeistert – ganz toll für den Sommer! Und damit sie schön fällt, habe ich sie hinten einfach ein bißchen gerafft!

Als nächstes ging es an mein Wochenendhauptprojekt, das eigentlich mal für einen Upcycling Dienstag geplant war. Aber ich wollte nicht mehr bis September warten, und es passte auch gerade so zum diesjährigen Sommerwetter Als Material dienste ein alter…

…Friesennerz meines Vaters, und nach kurzer Zeit transformierte er zu

…einer großen Josipa… Dummerweise habe ich den Gurt zu kurz gemacht, also nochmal aufgeschnitten, ein Gurtstück reingekamsnappt und einen Schulterbezug genäht – fertig! Und jetzt würde sie perfekt zum Sommer 2012 passen, wäre da nicht die Sonne, die sich langsam den Weg in den Juli bahnt…

…gefüttert mit dem Entenkopfkissen von einem anderen Flohmarkt…

…abends dann mit hochgelegten Beinen sticken lassen und eigenhändig gefüllt und zugenäht:

…meine Heizungsmagnete für ein baldiges Geburtstagskind mit Lieblingsfarbe lila! Und mit Magneten von hier.

Heute morgen ging’s nach tatsächlichen 8 Stunden Schlaf (das mach ich jetzt öfter!) weiter mit einem Ausprobierobjekt! Ich hab kräuseln und Abnäher gelernt (naja, letztere gab’s ja auch schon bei Josipa) und das ist dabei herausgekommen…

Form und Stoff entsprechen so gar nicht meinem Geschmack. Aber unter Garantie dem der bald Beschenkten… und ich hab was gelernt… na bitte!

Und beflügelt von Josipa der Ersten und dem nahenden Sonnenschein musste dann gleich noch eine her… Und ich habe mich tatsächlich getraut, das Stückchen Graziela-Apfelstoff aus den guten 70ern anzuschneiden… Und ich habe es nicht bereut…

…von vorne in schlechter Beleuchtung…

…und von hinten in schlechter Beleuchtung…

Zwischendrin war ich noch drei Stunden draussen, das war auch bitter notwendig. der gestrige Indoor-Tag war echt nicht ohne… Nach der Tasche dachte ich eigentlich, das sei es nun gewesen, aber dann habe ich doch noch ratzfatz ein neues Kopftuch für die kleine Dame geschreinert, weil ich den Entenstoff so gerne mag…

Und das war’s! Und jetzt bin ich fröhlich über all das, was Ihr Euch gerade angeschaut habt! Und unendlich froh, dass meine Familie wieder bei mir ist. Und stolz auf mich, dass ich das erste Loslassen so gut gewuppt habe und es sogar auch ein bißchen genießen konnte… Und ganz voller Freude, das jetzt gleich neben mir im Bett wieder so ein leises Schnaufen zu hören ist! In diesem Sinne schnauft, äh, schlaft schön!

 

 

 

 

 

…für ein ganzes Wochenende ist die große Liebe mit der kleinen Dame zur Oma ins Siebengebirge gefahren… Erstere hat es sich so sehr gewünscht (und zweitere (?) sah auch ziemlich fröhlich aus bei der Abfahrt…), und nachdem das Stillargument nicht mehr zog, war ich also ganz die pädagogisch weitsichtige Mutter – jawohl, man muss auch mal loslassen – habe klein bei gegeben und nachdem das Auto Richtung Westen verschwunden war, Rotz und Wasser geheult. Momentan drücke ich mich erfolgreich vor’m Insbettgehen, wozum allerersten Mal keine kleine Dame auf mich wartet…

Dank eines ausgiebigen Telefonates mit Ilka bin ich aber ziemlich schnell wieder aus meinem Gluckenjammertal herausbefördert worden und habe begonnen meine Freiheit zu genießen (allein der Gedanke, jeden x-beliebigen Parkplatz nehmen zu können und nicht auf Außenparkplätze angewiesen zu sein, um die kleinen Dame aus dem fahrbaren Untersatz zu befördern ist unglaublich…)…

Was habe ich also getan?

Zuerst: Schnell noch was gestickt für zwei Freundinnen, deren Kinder am Dienstag…

5 und 7 werden…

Dann habe ich die Spontaneität meiner Mutter erfolgreich auf die Probe gestellt und sie ins Auto geladen, um ihr endlich das niederländische Kaufhaus zu präsentieren, dass sich langsam auch in Deutschland ausbreitet… Dort viel Zeit verbracht… Und mich über Kinkerlitzchen gefreut, die man sich stundenlang anschauen kann, aber gar nicht unbedingt haben muss… Naja, ein paar sind mitgekommen und die Klamottenabteilung brachte auch ein Kleid und einen Rock hervor… A pro pos: Ich konnte mich kaum noch daran erinnern, wie Klamottenkaufen funktioniert…

…einen Erholungsmilchkaffee getrunken…

…und zuhause dann die mitgebrachten…

…Kinkerlitzchen selig angegrient… Ein schöner Tag! Und morgen wird den ganzen Tag genäht! Ich habe so viele Projekte im Kopf, das ist an zwei Tagen gar nicht zu schaffen… Und jetzt ins Bett… ins leere… Schlaft gut!

…was für eine wunderbare Aktion von Frau Heuberg, bei der Ihr auch noch viel mehr Erinnerungsphotos findet (danke, Nina – für’s Daraufaufmerksamwerden…)…

Soeben davon erfahren und keine Minute später sind die große Liebe und ich wie aufgescheuchte Hühner durch die Zimmer gerast und haben bei extrem schlechter Beleuchtung (wie man leider sieht) drauflosgeknippst…

Und los geht’s:

Erinnerungen im Arbeitszimmer…

…meine Ururgroßmutter Pauline (seltsamerweise hat sie mit der Namensgebung meiner Pauline gar nichts zu tun…) Das Bild hing Jahre lang im Flur meiner Omi, der den Spitznamen „Ilschensruh“ trug… Paulines Mann, der in der Familie immer nur der „Großpapa“ genannt wurde, hing bei meiner Großtante Geika. Ich fand’s früher immer ein bißchen schräg, dass die beiden so weit getrennt waren… Mittlerweile hängt Großpapa in meinem Elternhaus und Pauline über meinem Schreibtisch – sie ist eine Ahnin mit einer ganz besonderen Bedeutung für mich…

„Mut steht am Anfang, Glück am Ende“ – diese Karte hat mich durch meine zweite Schwangerschaft begleitet und irgendwie hängt ich sie noch immer an der Wand…

Erinnerungen im Esszimmer

…kaum konnte die kleine Dame ihren ersten Brei schlucken, suchten wir Supermuttis händeringend nach einem angemessenen Tischspruch. Erfolglos. Also nahmen wir die Waldorf-Basis, dichteten ein bißchen weiter und da war er… Und wird mittlerweile immer seltener gesprochen… Ich gelobe Besserung…

…das Sternenmädchen hing schon überm Kinderbett meiner Mutter in Dresden, dann über meinem und mittlerweile über Paulines Gedenkecke…

…das Thermometer hat meine Urgroßmutter Margarethe, Paulines zweite Tochter handgeschnitzt. Und es gäbe noch weitaus kunstvollere Schnitzereien von ihr zu zeigen. Aber die hängen nicht an der Wand…

…ein glücklicher Brautstrauss…

…noch ein glücklicher Brautstrauss…

…und ein glückliches Geländer des Historischen Rathauses zu Bonn… Eigentlich befindet sich unser Hochzeitsphoto im Wohnzimmer, ist aber aufgrund der minimal besseren Lichtverhältnisse zum Phototermin ins Esszimmer gewandert…

..das Geburtstagsgeschenk, das mir die große Liebe nach der Geburt der kleinen Dame gemacht hat… Rechts die Füße der großen Liebe, mittig die Füße der kleinen Dame, links die kurz nach meinem Geburtstag aufgepatschten Ninafüße und oben in der Sonne für die Genauhinguckerinnen Paulines Füße…

Erinnerungen im Badezimmer…

…absurd… verdeckt von anderem Getüddel habe ich diese orangefarbene Symbiose entdeckt… Seit Jahren nicht getragen… Die Kette habe ich mir vor Urzeiten nach einem skurrilen Vorstellungsgespräch am Kieler Opernhaus in einem Ostseesouvenirlädchen gekauft und das Blümchenhaargummi ist eins von Vieren, die die große Liebe und ich uns frisch verliebt aus Dänemark mitgebracht und tatsächlich getragen haben…

Erinnerungen in (an der) Küchen(tür)…

…an die ersten Kunstwerke der kleinen Dame und die damit verbundene Frage „um Himmels Willen wie gehen wir mit diesen Massen um???“ – 3 Türen sind gepflastert, es gibt mittlerweile eine Sammelmappe und jedes Blatt, das dann schwersten Herzens doch ins Altpapier wandert, lässt mein Mutterherz bluten…

Erinnerungen im Treppenaufgang…

…dieses Gemälde hing seitdem ich denken kann bei meiner Großtante Geika. In einem äußerst pompösen goldenen Rahmen (den die große Liebe hoffentlich bald zu einem traumhaften Spiegel umarbeiten wird…). Als wir das Bild aus dem Rahmen lösten, sahen wir eine Heidelandschaft vor einem Gewitter, alles war grau. Dann begann die große Liebe das Bild vorsichtig mit einem feuchten Lappen zu bearbeiten und die Farben wurden immer heller und leuchtender. Jetzt ist es an ein paar Stellen schon sonnig und an den anderen noch extrem trübe und wartet auf weitere Reinigung. Deswegen fristet es sein Dasein auch gerade auf unseren im Aufgang gesammelten Kompottgläsern…

Erinnerungen im Kinderzimmer

…an einen Besuch von Ilka (siehe allerersten Blogeintrag)… Eine Woche nach der Geburt der kleinen Dame kam sie mit einem Riesenfresspaket für die beiden Wöchnerinnen und einem Haufen voller Geschenke angereist… und dieses kleine Bild war auch dabei…

…mein Mond… die schönste Spieluhr der Welt… ich glaube, ich habe sie zu meinem ersten Weihnachtsfest bekommen, das werde ich morgen nochmal verifizieren… Das Spielwerk rattert von Jahr zu Jahr lauter und trotzdem ist es ein Fest für die Ohren… und eine ganz langsames „Guten Abend gute Nacht“… so etwas gibt’s heutzutage gar nicht mehr, da rennen Spieluhrmelodien um die Wette!

Erinnerungen im Nähflur…

gibt’s nicht, zumindest nicht an der Wand hängend und darum gehts ja!

Erinnerungen im Schlafzimmer…

…sind vor ein paar Tagen hinter die Kommode gefallen… schade…

Was für ein Monsterpost, und wieviel Spaß hat das Erinnern gemacht… Nochmal einen Dank an Frau Heuberg und eine gute Nacht für Euch tapferen Leserinnen