Zum ersten Mal: One week one collection – Erinnerungen an der Wand…

14. Juli 2012

…was für eine wunderbare Aktion von Frau Heuberg, bei der Ihr auch noch viel mehr Erinnerungsphotos findet (danke, Nina – für’s Daraufaufmerksamwerden…)…

Soeben davon erfahren und keine Minute später sind die große Liebe und ich wie aufgescheuchte Hühner durch die Zimmer gerast und haben bei extrem schlechter Beleuchtung (wie man leider sieht) drauflosgeknippst…

Und los geht’s:

Erinnerungen im Arbeitszimmer…

…meine Ururgroßmutter Pauline (seltsamerweise hat sie mit der Namensgebung meiner Pauline gar nichts zu tun…) Das Bild hing Jahre lang im Flur meiner Omi, der den Spitznamen „Ilschensruh“ trug… Paulines Mann, der in der Familie immer nur der „Großpapa“ genannt wurde, hing bei meiner Großtante Geika. Ich fand’s früher immer ein bißchen schräg, dass die beiden so weit getrennt waren… Mittlerweile hängt Großpapa in meinem Elternhaus und Pauline über meinem Schreibtisch – sie ist eine Ahnin mit einer ganz besonderen Bedeutung für mich…

„Mut steht am Anfang, Glück am Ende“ – diese Karte hat mich durch meine zweite Schwangerschaft begleitet und irgendwie hängt ich sie noch immer an der Wand…

Erinnerungen im Esszimmer

…kaum konnte die kleine Dame ihren ersten Brei schlucken, suchten wir Supermuttis händeringend nach einem angemessenen Tischspruch. Erfolglos. Also nahmen wir die Waldorf-Basis, dichteten ein bißchen weiter und da war er… Und wird mittlerweile immer seltener gesprochen… Ich gelobe Besserung…

…das Sternenmädchen hing schon überm Kinderbett meiner Mutter in Dresden, dann über meinem und mittlerweile über Paulines Gedenkecke…

…das Thermometer hat meine Urgroßmutter Margarethe, Paulines zweite Tochter handgeschnitzt. Und es gäbe noch weitaus kunstvollere Schnitzereien von ihr zu zeigen. Aber die hängen nicht an der Wand…

…ein glücklicher Brautstrauss…

…noch ein glücklicher Brautstrauss…

…und ein glückliches Geländer des Historischen Rathauses zu Bonn… Eigentlich befindet sich unser Hochzeitsphoto im Wohnzimmer, ist aber aufgrund der minimal besseren Lichtverhältnisse zum Phototermin ins Esszimmer gewandert…

..das Geburtstagsgeschenk, das mir die große Liebe nach der Geburt der kleinen Dame gemacht hat… Rechts die Füße der großen Liebe, mittig die Füße der kleinen Dame, links die kurz nach meinem Geburtstag aufgepatschten Ninafüße und oben in der Sonne für die Genauhinguckerinnen Paulines Füße…

Erinnerungen im Badezimmer…

…absurd… verdeckt von anderem Getüddel habe ich diese orangefarbene Symbiose entdeckt… Seit Jahren nicht getragen… Die Kette habe ich mir vor Urzeiten nach einem skurrilen Vorstellungsgespräch am Kieler Opernhaus in einem Ostseesouvenirlädchen gekauft und das Blümchenhaargummi ist eins von Vieren, die die große Liebe und ich uns frisch verliebt aus Dänemark mitgebracht und tatsächlich getragen haben…

Erinnerungen in (an der) Küchen(tür)…

…an die ersten Kunstwerke der kleinen Dame und die damit verbundene Frage „um Himmels Willen wie gehen wir mit diesen Massen um???“ – 3 Türen sind gepflastert, es gibt mittlerweile eine Sammelmappe und jedes Blatt, das dann schwersten Herzens doch ins Altpapier wandert, lässt mein Mutterherz bluten…

Erinnerungen im Treppenaufgang…

…dieses Gemälde hing seitdem ich denken kann bei meiner Großtante Geika. In einem äußerst pompösen goldenen Rahmen (den die große Liebe hoffentlich bald zu einem traumhaften Spiegel umarbeiten wird…). Als wir das Bild aus dem Rahmen lösten, sahen wir eine Heidelandschaft vor einem Gewitter, alles war grau. Dann begann die große Liebe das Bild vorsichtig mit einem feuchten Lappen zu bearbeiten und die Farben wurden immer heller und leuchtender. Jetzt ist es an ein paar Stellen schon sonnig und an den anderen noch extrem trübe und wartet auf weitere Reinigung. Deswegen fristet es sein Dasein auch gerade auf unseren im Aufgang gesammelten Kompottgläsern…

Erinnerungen im Kinderzimmer

…an einen Besuch von Ilka (siehe allerersten Blogeintrag)… Eine Woche nach der Geburt der kleinen Dame kam sie mit einem Riesenfresspaket für die beiden Wöchnerinnen und einem Haufen voller Geschenke angereist… und dieses kleine Bild war auch dabei…

…mein Mond… die schönste Spieluhr der Welt… ich glaube, ich habe sie zu meinem ersten Weihnachtsfest bekommen, das werde ich morgen nochmal verifizieren… Das Spielwerk rattert von Jahr zu Jahr lauter und trotzdem ist es ein Fest für die Ohren… und eine ganz langsames „Guten Abend gute Nacht“… so etwas gibt’s heutzutage gar nicht mehr, da rennen Spieluhrmelodien um die Wette!

Erinnerungen im Nähflur…

gibt’s nicht, zumindest nicht an der Wand hängend und darum gehts ja!

Erinnerungen im Schlafzimmer…

…sind vor ein paar Tagen hinter die Kommode gefallen… schade…

Was für ein Monsterpost, und wieviel Spaß hat das Erinnern gemacht… Nochmal einen Dank an Frau Heuberg und eine gute Nacht für Euch tapferen Leserinnen

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2 Responses to “Zum ersten Mal: One week one collection – Erinnerungen an der Wand…”

  1. frauheuberg Says:

    oh, endlich habe ich Zeit deinen Geschichten zu lauschen und freue mich so sehr, dass du diesmal dabei bist…was für wunderbare Erinnerungen…herrlich…hier verliert man die Zeit…und wird endlich langsamer…so wie deine kleine Zauberspieluhr…zu schön…liebste Grüsse und lieben Dank…cheers and hugs…i…

  2. Nina Says:

    Wie, ich hab noch nicht gesagt, wie toll ich diesen Beitrag finde? ACH! Es ist so wunderbar, Eure lieben Erinnerungen zu sehen und ich schau immer wieder gern.
    Beste Grüße von Nina (der anderen)


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